Alex Flatner

Biografie: Alex Flatner

 

Einige Menschen sehnen sich nach öffentlicher Bewunderung und Insignien des Ruhms, die eine erfolgreiche Karriere in der elektronischen Musik-Industrie mit sich bringen kann. Manche Menschen sind zu sehr damit beschäftigt, kreativ zu sein, um sich um solche Dinge zu kümmern. Bei manchen Menschen gibt es leider wenig Substanz für ein Gespräch darüber, wenn man unter die Oberfläche schaut. Und dann gibt es einige Menschen, die gewissenhaft den Aufbau großer Dinge in ihrer eigenen ruhigen Art und Weise frönen. Dies sind die wahren Meister, Menschen, die, wenn man sich intensiver mit ihnen beschäftigt, berühmte Produktionen, geniale Kooperationen, spannende Labels und legendäre Club-Nächte erschaffen. Deutschlands Alex Flatner ist solch eine Person. Er mag noch nicht jedem ein Begriff sein, aber seine bisherigen Leistungen sind mehr als beeindruckend.

 

Wer ein Vorbild sucht, wie man erfolgreich und mit Langlebigkeit in der elektronischen Tanzmusik-Industrie arbeitet, sollte Alex Flatner auf dem Schirm haben, der die Kunst des Multitasking in verschiedenen Bereichen bis zur Perfektion umsetzte und gleichzeitig ein sympathischer, zurückhaltender Mann aus München geblieben ist. Er betreibt die sehr erfolgreichen Underground-Labels Gedankensport und Circle Music, arbeitet als A&R-Manager für Labels wie Harthouse und Plastic City, ist ein Produzent mit immensen Talent und ein hoch angesehener DJ, der an den Wochenenden die ganze Welt bereist.

 

Angefangen Musik zu produzieren hat er im Jahr 1992 zu seinem eigenen Vergnügen, doch ein zufälliges Treffen mit Corvin Dalek, A&R beim Berliner Label MFS, führte zu seinem ersten großen Hit „Pounds & Penz“. Die Platte verkaufte sich auf Vinyl mehr als 50.000 Mal und wurde auf vielen Compilations lizenziert. Dieser große Erfolg führte zu vielen Remix- und Produktionsmöglichkeiten, ein persönliches Highlight war für Alex als seine höchst kreative Nachbearbeitung „Crystal“ von New Order; eine Version, die Bernard Sumner sehr liebte.

 

Zu einer Einführung in die Welt des DJing kam es durch einen Zufall im Jahre 1995, als ein neuer Club (Electric Delicate) in seiner Heimatstadt München eröffnete. Eines Samstag-Nachts tauchte der DJ nicht auf, also legte Alex ein paar Scheiben auf, um die Menge zu unterhalten; diese Nacht wurde zu einer der berüchtigtsten in der Stadt zu dieser Zeit. Entscheidend ist, dass dieses neue kreative Ventil dazu führte, dass der Name Alex Flatner auch außerhalb Deutschlands bekannt wurde. Heute kann man ihn regelmäßig hinter den Decks in Istanbul, Rom, Berlin (Watergate), Paris, Madrid (Fabrik), Bloemendaal (Woodstock 69), Rotterdam und viele anderen großen Clubbing-Städten rund um den Globus antreffen.

Immer mit dem Ziel, seine Fähigkeiten weiter zu entwickeln, nahm Alex die Rolle des A&R für eine Vielzahl von Labels im Jahr 2002 an. Bis heute hat er mehr als 3.000 Verträge für Harthouse, Plastic City, Fine Audio, Monoid, Mole Listening Pearls, Circle Music, Gedankensport, Galvanic, Compressed und für viele andere Labels eingetütet.

Im Jahr 2006 zog es Alex Flatner von München nach Mannheim, wo er bis heute noch lebt, und an all seinen Tätigkeitsbereichen arbeitet. Ein stetiger Flow von kraftvollen, intensiv kreativen Produktionen auf Toni Rios’ Soap Records („Oriental Dreams“, 2008), Sven Väths Cocoon („Make Up Your Mind“, 2009), Steve Bugs Poker Flat Recordings („Dinosaurs“, 2010 und „This“, 2011) und Daniel Schlenders Result Recordings („Blossom“, 2011), haben ihn als Produzent mit immensem Talent bekräftigt. Die Lizensierung und die Aufnahme seiner Tracks auf Mix-Compilations von Loco Dice („In The Lab“), Sven Väth („Ninth Season“) und anderen, bauten Respekt ihm gegenüber und sein Profil stetig auf der ganzen Welt auf.

 

Wenn man ein wenig tiefer gräbt, entdeckt man eine beeindruckende Auswahl an aktuellen Remixen, darunter Gui Boratto „Atol“ (Harthouse), Terry Lee Brown Junior „Pulsar“ (Plastic City), Steve Lawler „Almerina“ (Harthouse), Mike Vamp „High On Heels“ (Top Model), Alejandro Vivanco “Vita Jo“ (Eukatech), David Keno „Stars Above“ (Keno), unter viele andere, so merkt man, Alex Flatner hat den Finger förmlich am Puls der elektronischen Tanzmusik. Zusätzliche Kollaborationen mit Künstlern wie Lopazz, Reboot, Santos, Simon Baker, Oliver Klein, Ken Ishii, Joey Beltram, Anderson Noise, Einzelkind und Martin Eyerer zeigen, dass es sich hier um einen Produzenten handelt, der auf kreative Beziehungen baut und immer auf der Suche nach Experimenten ist, um sich selbst als Künstler weiterentwickeln zu können.

 

Seit der Gründung seines eigenen Circle Music Imprints im Jahr 2004 hat Alex hart daran gearbeitet, fantastische Musik von einer erstaunlichen Auswahl an internationalen Künstlern wie Gui Boratto, Sébastien Léger, Valentino Kanzyani, Umek, Anderson Noise, Robert Babicz, Leandro Gamez, Michel de Hey, Santos, Joey Beltram, Bryan Zentz und vielen mehr, neben eigenen Produktionen und die, die zusammen mit Studio-Kollegen Lopazz entstanden sind, zu veröffentlichen. Im Jahr 2007 veröffentlichte er eine fabelhafte Label-Compilation Mix-CD („World Of Circle“), verbunden mit Reisen durch Frankreich, Indien, Spanien, Kroatien, Deutschland, Polen und Russland. Eine weitere Label-Compilation namens „Best Of Circle“ erschien im Jahr 2009 und 2012 veröffentlichte Alex Flatner eine neue Circle-Compilation im heranwachsenden Nu-Disco-Stil. Auch zu erwähnen sind spannende Circle-Releases von Daniel Bortz und Slok feat. My Favorite Robot mit Remixen von Subb-an und Lopazz.

 

Während der Arbeit an Circle Music erkannte Alex auch, dass er ein weiteres Medium brauchte, um die Möglichkeit zu haben, pure House Music zu erkunden. 2006 gegründet, hat Gedankensport die Entstehung hervorragender Veröffentlichungen von Vox Sola, Ivo Hinkel, Piemont, Pelle Buys, Christopher Rau, Daniel Bortz und Matiss möglich gemacht. Mit zwei verschiedenen Plattformen, um eine Vielzahl von großartiger Musik zu veröffentlichen, haben beide Labels die kreative Freiheit, um zu gedeihen und sich im Laufe der Jahre zu entfalten.

 

Anfang 2012 schlossen sich Alex Flatner und Lopazz (bekannt für seine qualitative avantgardistische Club-Musik, welche er auf Labels wie Get Physical, Cocoon und Pokerflat veröffentlichte) bei jeder Gelegenheit im Studio ein, um am Debüt-Album zu arbeiten, einem Projekt, welches einige überraschende Kollaborationen beinhaltet. Ihr Track „Perfect Circles“ (Circle Music, 2008), mit der Stimme von Lopazz, erhielt viel Support von DJs mit großen Namen, einschließlich Sven Väth, der es für eine ganze Sommer-Saison auf Ibiza gespielt und für seine jährlichen Cocoon Mix-Compilation lizensiert hat. Dieser große Erfolg führte zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Cocoon („Make Up Your Mind“, 2009) und dann „Dinosaurs“ (2010) für Steve Bugs Poker Flat Recordings. Ihre nächste Single stand Ende April 2012 auf Get Physical auf der Agenda. Nach Zusammenarbeiten mit Cari Golden, mit MSMS und mit Hermanez auf Noir Music im Jahr 2013 hat Alex Mitte 2015 seine lang erwartete 10 Jahres Circle Labelcompilation mit exklusiven Tracks von David Jach, Patrick Podage, George Morel und vielen mehr veröffentlicht. Außerdem wird es Mitte 2016 neue Releases mit seinem Studio-Kumpel Lopazz mit spannenden Remixen von Christian Burkhardt, LD Nero und Victor Shan geben.